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Wo waren die Klein-Döberner beschäftigt Drukuj Email

Ursprünglich war Klein-Döbern ein Bauerndorf mit einer geordneten Feldflur aus dem Jahre 1328, als es vom Kloster Czarnowanz, zu dem es gehörte, nach Deutschem Recht ausgesetzt wurde. Die Bauernstellen waren genau fest­gelegt,  darunter waren 4 Freibauernstellen - die Höfe Quossek, Warzecha, Pampuch, Pogrzeba. Die Hof- und Flureinteilung des Dorfes ist noch heute zu erkennen.  Eine weitere Festlegung erfolgte in der Dorfchronik im Urbar, das im Landratsamt Oppeln aufbewahrt wurde, und in der Separation (Neuord­nung der Feldflur im Jahre 1849).  Eine Flurkarte von 1849 liegt noch vor. So war es klar,  daß die Landwirtschaft die meisten Kräfte des Dorfes in An­spruch nahm. Die Höfe zeigen noch heute die ausgewogene fränkische Dreiseitanlage.

Neben den Bauern sind die Schiffer zu nennen, die seit altersher diesem Beruf nachgingen. Auch Flößer waren da, die von Klein-Döbern aus die Flöße auf der Oder bis Stettin leiteten und oft aufregende Stunden erlebten,  wenn ein Floß an irgendeinem Brückenkopf zerschellte. Ein Teil der Döberner arbeitete auch im Wald als Holzfäller. Als die Zementfabriken um Oppeln errichtet wurden, fanden auch da einige Arbeit. Ein Teil wanderte bis in das Industriegebiet um Gleiwitz - Beuthen - Tarnowitz und fand dort Beschäftigung. Saisonweise arbeiteten die Häusler und Tagelöhner bei den Bauern, beim Rübenhacken, beim Kartoffelstecken, in der Heu- und Getreideernte und im Herbst bei der Ruben- und Kartoffelernte. Im Herbst und Winter ging es ans Dreschen, vor 1900 mit dem Dreschflegel, von November bis Februar, oft bei eisiger Kälte. Dreschmaschinen gab as erst um 1900. Man kann es sich heute kaum mehr vorstellen, wie diese Arbeiten bewältigt werden konnten.

Im Dorf gab es zwei Gasthäuser mit einem Parkett-Tanzsaal, Kaufladen, Fleischer, Backer, Schuster, Tischler, Schmied, Maurer, Maler und Schneider. Später wurden diese Handwerksberufe immer mehr eingeengt.

Zur Dorf-Intelligenz gehörten der Pfarrer, die Lehrer, der Förster, der Bürgermeister und der Straßenbaumeister. Eine besondere Erscheinung im Dorfbild war der Wachtmeister,  der Gendarm, der zu Pferde ritt, oder später mit dem Fahrrad fuhr - von der Jugend besonders gefürchtet.

Um 1900 erweiterte sich das Berufsfeld der Klein-Döberner, einige fanden Arbeit in Oppeln, in Breslau, in Berlin, ja sogar im Ruhrgebiet.

Die Dorfstruktur war eine sehr mannigfache, das Dorf in seiner Gliederung und in seinen Menschen sehr interessant. Belebt wurde das Dorfbild durch die Soldaten, denn es war eine Ehre, als Soldat eingezogen zu werden. Einige Dorfangehörige dienten bei Elitetruppen, so Gardegrenadieren, Gardekürassieren, Gardeulanen. In der Urlaubszeit waren die Soldaten die Attraktion des Dorfes.

Einige Dorfbewohner waren auch in der Schiffswerft und im Sagewerk beschäftigt. Mehrere Männer waren saisonweise bei den Bauarbeiten in ganz Schlesien eingesetzt, besonders im Industriegebiet und in Breslau. Nach 1945 hat sich das Berufsbild sehr geändert.

 
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Admin Konrad K.